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SEO-Webcast bei O’Reilly

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Ein Kolibri ziert Enges O'Reilly-Bücher, CC-BY-SA Mdf

O’Reilly wirbt für seine IT-Fachbücher mit einer Reihe von Webcasts. Nicht alle Autoren sind geborene Webcaster, doch der SEO-Spezialist Eric Enge hat in seinem Webcast „The Future of SEO“ interessante Informationen ansprechend präsentiert.

Der Webcast

Seit letztem April berücksichtigt Google die Mobiltauglichkeit einer Seite. Enge zeigte, dass schon einen Monat nach der Einführung deutlich mehr nicht-mobil-taugliche Seiten Verluste im Ranking zu verzeichnen hatten, als mobil-taugliche Seiten. Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte sei ebenso wichtig wie die tatsächliche Benutzbarkeit mit mobilen Geräten.

Twitter-Accounts mit vielen Followern würden tendenziell besser ausgewertet, generell rechnet Enge mit einer Zunahme der Tweet-Indexierung.

Zum Thema Content Shock nannte Enge es „ein bisschen beängstigend“, dass Artikel, die häufig in sozialen Netzwerken empfohlen werden, oft nur kurz überflogen würden. Auch zum Verlinken habe das Teilen praktisch keine Korrelation: Die meisten Seiten würden entweder in sozialen Netzwerken geteilt, oder verlinkt. Nur journalistischen Artikeln und Datenanalysen gelinge es, beides zu bekommen. Generell würden längere Artikel häufiger verlinkt.

Schließlich seien 2015 die Rich Answers sehr viel häufiger geworden. Enge meinte, das könne Besucher bringen, und zeigte auch Diagramme dazu.

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Eine RichAnswer sowohl aus Googles Datenbestand als auch aus der Wikipedia-Seite mit Link dorthin

Den Blick in die Zukunft hat Enge geschickt aufgehängt an einer Kurz-Analyse der Generation der Millenials. Dennoch begann er scheinbar trivial: Gute Inhalte, eine gute Reputation, schnelle Auslieferung von Inhalten und Erfüllung der Bedürfnisse, mit denen ein Nutzer auf die Seite kommt – das sind bekannte Zutaten zu einer guten Website.

Auch wenn Angaben zum Autor momentan von Google nicht ausgewertet werden, rechnet Enge damit, dass so etwas in der einen oder anderen Form wiederkommen könne. Unabhängig davon solle man an seinem Ruf und seiner Sichtbarkeit arbeiten, z.B. durch Gastbeiträge auf Seiten mit gutem Ruf.

Technisch prophezeit Enge, dass die Zahl neuartiger Geräte stark ansteigen werde, und dass diese vorwiegend sprachgesteuert sein würden. Bildschirme und der Bedarf nach langen, ausführlichen Inhalten würden daneben weiter bestehen bleiben.

Mit Rank Brain hat Google den Weg zur natürlichen Sprache betreten. Große Summen würden, so Enge, in Deep Learning investiert, für ein besseres Verständnis von Suchanfragen und Absichten der Suchenden. Damit könne dann die Erfüllung der User-Bedürfnisse gemessen werden.

Enge beantwortete noch ein paar Einzelfragen, dann beendete er seinen interessanten Webcast nach einer Stunde.

Mein Fazit

Ein lebendiger Vortrag, der interessante Themen anreisst, und durch Untersuchungen und Diagramme überzeugt.

Für Webentwickler bahnt sich mit den aufgezeigten Entwicklungen an, dass Google immer tiefer in unsere Arbeit eingreift: Die Performanz einer Website fließt schon länger in das Ranking mit ein, danach kam Mobil-Tauglichkeit, und künftig soll gar die Benutzbarkeit gemessen werden und die Suchergebnisse beeinflussen. Es ist gut, dass die wirtschaftliche Bedeutung von solider handwerklicher Arbeit dadurch für Auftraggeber sichtbarer und einleuchtender wird. Dennoch finde ich ein solch tiefgehendes Eingreifen eines Monopolisten in die Lebensgrundlage so vieler Menschen auch durchaus beängstigend.

Mehr davon

Der Webcast steht dauerhaft online zur Verfügung und kann von jedem betrachtet werden, der sich kostenlos bei O’Reilly registriert: The Future of SEO

Von den angekündigten Webcasts ist der nächste, den ich für Frontender interessant finde, Next Generation of Frontend Architectures am 9. Februar 2016.

Werbung

Im Webcast habe ich den Eindruck bekommen, dass Enge seine Untersuchungen zur SEO mit wissenschaftlicher Akribie betreibt. Wenn der eine oder andere Leser sich animiert fühlt, das von ihm mitverfasste Buch zu bestellen, freue ich mich, wenn er dafür meinen Affiliate-Link verwendet:

Auf deutsch, 2. Auflage, 2012:

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Auf englisch, 5. Auflage, 2015:

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