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Mythos: There can be only one h1

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Highlanders Heimat - CC-BY Dave Conner

„There can be only one – es kann nur einen geben“, hämmert der Highlander seinen Zuschauern ein, und macht sich auf zum telegenen Schwertkampf gegen alle anderen seiner Art.

„Es kann nur eine geben“, raunt man bis in unsere Tage über über die h1, die Überschrift erster Ordnung. Das sei wichtig für SEO. Das Gegenteil erzählte Matt Cutts, Googles damaliger Spamabwehr-Chef, schon vor sechs Jahren:

Matt Cutts: More than one H1
Link zu Youtube (setzt Cookies)

2011 hat er das noch mal bestätigt:

Matt Cutts: More than one H1
Link zu Youtube (setzt Cookies)

Matt mag also ein h1-Tag, doch man kann auch mehrere einfügen, wenn es sich natürlich ergibt. Die bekommen dann nicht jede für sich das Gewicht, das eine einzelne h1 hat, sie müssen es sich teilen.

Doch wenn es zum Inhalt der Seite passt, kann das genau richtig sein:

Beispiel

Leonie schreibt über gesunde Ernährung. Sie hat getrennte Kapitel für Obst und für Gemüse verfasst. Die sind etwas kurz geraten, deshalb möchte Leonie sie auf einer Seite gemeinsam anzeigen.

Eine h1 „Obst & Gemüse“ oberhalb einer h2 „Obst“ und einer h2 „Gemüse“ wäre redundant und könnte die Leser nerven. Zwei h1, eine mit „Obst“ und eine mit „Gemüse“, geben den natürlichen Inhalt der Seite wieder. Ein Google-User, der nach „Obst und Gemüse“ gesucht hat, könnte Leonies Seite im Suchergebnis finden.

Alles neu mit HTML5?

HTML5 erlaubt die Gliederung von Webseiten in articles und sections. Wer IE 8 nicht mehr unterstützen mag, kann sich darauf einlassen. In einem vielbeachteten Artikel wurde vertreten, dass nun jede section eine eigene h1 haben solle. Die WHATWG hält dies zwar für möglich, doch das W3C warnt eindringlich davor, sich auf die Section-Struktur zu verlassen. Die Dokumentstruktur solle durch h1-h6 abgebildet werden. (Codebeispiel im Wiki) Ausführlich dazu Adrian Roselli mit weiterführenden Links und Updates.

Die genannten Warnungen beziehen sich lediglich auf das Verhalten von Browsern und Screenreadern. Doch: Google möchte seinen Usern Seiten empfehlen, die sinnvoll für sie sind; das spricht für die Vermutung, dass sein Algorithmus dieses Verhalten berücksichtigt.

Fazit

Die inhaltliche Struktur eines Textes sollte vorsichtshalber (zur Zeit noch) durch Verwendung von h-Tags verschiedener Ordnung abgebildet werden. Wenn die Struktur natürlicher Weise mehrere h1-Tags erfordert, können mehrere h1-Tags verwendet werden.

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